Gesundes ICH durch ein starkes WIR
Viele Ursachen kann eine Depression oder psychische Erkrankungen auslösen. Eine unerwartete Diagnose, ein plötzlicher Einschnitt in den Lebensalltag, all diese Gründe können psychische Probleme als Folge haben – es gibt viele Gründe, sich einsam und hilflos zu fühlen. Mediziner und Psychologen können in vielen Situationen fachlichen Rat erteilen. Doch sie werden die Situation immer aus einem anderen, übergeordneten Blickwinkel betrachten. Was den Betroffenen wirklich hilft? Zu wissen, dass sie mit ihren Ängsten und Sorgen nicht allein sind. Dass andere Menschen dieselben oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Und dass sie einen Weg gefunden haben, damit umzugehen. Genau diese persönliche Unterstützung bieten Selbsthilfegruppen.
Was Selbsthilfegruppen leisten
Der Austausch innerhalb einer Selbsthilfegruppe findet auf Augenhöhe statt. Menschen mit identischen Problemen können sich gegenseitig unterstützen, Tipps geben und auch fachlich austauschen. Selbsthilfegruppen richten sich nicht nur an direkt Betroffene, sondern auch an deren Familien und Angehörige. Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ bieten Selbsthilfegruppen emotionale Unterstützung. Durch den Erfahrungs- und Informationsaustausch schöpfen die Betroffenen Mut und finden Motivation, sich ihren Problemen anzunehmen. Sie erfahren Verständnis für ihre Situation, erleben ein Gefühl von Sicherheit. Mitglieder von Selbsthilfegruppen können jung oder alt, krank oder gesund, arm oder reich sein.
Selbsthilfegruppen sind häufig Teil von regionalen oder bundesweiten Selbsthilfeorganisationen. Manchmal sind sie auch als Verein organisiert. Sie werden ehrenamtlich von Betroffenen geleitet, können aber etwa von Wohlfahrtsverbänden oder Krankenkassen finanzielle Unterstützung erhalten, um beispielsweise Öffentlichkeitsarbeit zu leisten oder Raummieten für die Treffen zu bezahlen.
Was passiert in einer Selbsthilfegruppe?
Man musst kein offizielles Mitglied sein, um an einem Treffen einer Selbsthilfegruppe teilzunehmen. Es gibt auch keine Verpflichtungen. Es ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Doch je regelmäßiger man dabei bist, desto größer der Effekt. Wie oft und wo die Treffen stattfinden, ist von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich. Manche Selbsthilfegruppen treffen sich wöchentlich in extra dafür vorgesehenen Räumen, andere treffen sich nur einmal im Monat im Café oder bei einem der Mitglieder zu Hause. Manchmal finden auch spezielle Aktionen statt, bei denen etwa Fachleute Vorträge halten. Die Gruppengröße beträgt in der Regel zwischen fünf und 20 Personen. Teilnehmerlisten sind nicht üblich – gegenseitiges Vertrauen steht im Vordergrund und persönliche Daten werden nicht weitergegeben.
Das sind auch die Rahmenbedingungen bei der Haßlocher Selbsthilfegruppe „Lebenfreude“. Interessierte und Betroffene können sich gerne an die SHG „Lebensfreude“ wenden. 14-tägige Treffen finden seit der Gründung im Jahre 2011 statt. Seit dieser Zeit findet auch ein reger Erfahrungsaustausch zwischen den Gruppenmitgliedern statt. Näheres bei der Leiterin Karin Hurrle unter Tel.Nr. 0170/2784 150 oder info@lebensfreude-selbsthilfe.de
